Freisler-Gehabe in der Redaktion?

Artikel am 17.10.2010 über Wulffs bevorstehende Reise in die Türkei.
Von WELT-Online höchstpersönlich garniert mit einem
rotzfrechen Titel des FOCUS
.

 

Darunter ein süffisanter Kommentar von Daniel Charell.
Dieser Kommentar wurde nach 12 Minuten gelöscht.
Die  flegelhafte Fotomontage des FOCUS  hingegen nicht.
Selbst-Entlarvung einmal mehr, auf dem Niveau von (m.E.)
Schmierfinken-Journaille.

Gut gemacht, weil gut zu orten, die neuen „falschen Fuffziger“.
Für mich schwankt das zwischen
feuilletonistischem Gesinnungsterror
und primitivem Freisler-Gehabe in der Redaktion.

P.S.: Ergänzende Meinung

Innerhalb von nur 60 Minuten, sind zu dem Artikel (Christian Wulffs bevorstehende Reise in die Türkei) über 470 Kommentare aufgelaufen.
Übrig sind jetzt (17.10.2010, 17.40 Uhr) nur noch knapp 40 Kommentare.
94% der Lesermeinungen müssen demnach so eklatant gegen die „Netiquette“ verstoßen haben, dass ihre Löschung unausweichlich war. – VIERUNDNEUNZIG Prozent. – Anders ausgedrückt: Von 470 Beiträgen wurden 430 (!!) gelöscht, und müssen also inakzeptabel und löschenswert gewesen sein!  Jeder kann sich ausrechnen, dass dies schlichtweg nicht möglich ist.
Es geht nicht um Netiquette. Was hier stattfindet, ist GESINNUNGSTERROR.
Ein Gesinnungsterror, welchen Welt-Online – einmal sehr plastisch gesprochen – auf das Übelste durchpeitscht.

Dabei ist es unerheblich, dass WELT die Hoheit über das eigene Forum geniesst.
Es ist schlichtweg eine MISSACHTUNG gegen die eigenen USER und LESER.
Und es ist eine Manipulation, weil die Redaktion das Gesamt-Bild der Kommentare durch SELEKTION verfälscht und passend zu den eigenen Wünschen zurechtbiegt.

Mithin ist es auch eine systematische Ausbeutung der Leser und User –
und ihrer der Weltredaktion im Kommentarbereich treuhänderisch zur Verfügung gestellten Gedankenleistungen.

Die Nutzungsbedingungen binden nicht nur die Nutzer sondern auch WELT Online. Welt Online kann sich nicht einseitig entbinden, und seine Nutzer und deren Leistungen wie Freiwild behandeln. Das Recht auf Meinungsfreiheit schliesst auch das Recht auf  die abweichende, unsaktionierte Meinung ein.  Alles andere führt durch den Ausschluss der abweichenden Meinung per Löschung zu einem Angriff auf unsere demokratische Freiheitsidee. Wo der Respekt vor dem Dissens fehlt, wo der Respekt vor den andersdenkenden Nutzern fehlt und wo Andersdenkende durch Löschen zum Schweigen gebracht werden, beginnt die Zerstörung der Gedankenfreiheit durch die Zerstörung der Mitteilung des Gedachten. Das aber ist auch ein Hinterhalt gegen die einfachen Leser der Kommentare, denn das Gelöschte wird ihnen vorenthalten. Nur das Vorgesiebte, das Vor-Zensierte wird präsentiert.

Alles in allem ist, was WELT Online hier praktiziert, – ja wie soll man es sonst nennen, – eine Form von SCHÄNDUNG der Meinungsfreiheit und der Gedankenfreiheit.
Und genau an dieser Stelle, genau bei solcherart Entwicklung, muss aufgepasst werden.  – Pretium Libertatis Eterna Vigilantia.

Denn, wir sollten uns einmal fragen: Was für eine Geisteshaltung steckt hinter solcher Zensur? Was für eine Geisteshaltung steckt hinter der kalten Missachtung der eigenen Leser? Was für eine Geisteshaltung steckt hinter jeder Variante von Exzessen? Zur Erinnerung: Von 470 Kommentaren 430 aus-gelöscht. Soetwas  hat den Begriff „Exzess“ verdient. – Heute werden Kommentare gelöscht, morgen Bücher verbrannt. Abwegig ist das nicht. Der zugrundeliegende Impetus ist ein und derselbe. Wo Kontrolle im Exzess sich selbst vergisst, war, das wissen wir, der Weg zum Terror nicht mehr weit.
Denn wer so handelt, der hat Angst und keine Stärke mehr.
Und Gebilde mit Macht und Angst können gefährlich werden.

Ich meine ernstlich: Welt Online hat hier jegliche Usancen und Regeln des Anstandes gebrochen. WELT Online hat  jegliches Recht verspielt, jemals wieder mit moralischem Zeigefinger auf andere zu zeigen. – WELT Online hat das Privileg verloren zur Nutzung von Bert Brechts berühmten Satz:
„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.
Denn es könnt‘ gut sein, dass dabei der Pfeil den Schützen trifft.

Ralph Giordano hat am 12./13.10.2010 in der WELT und WELT Online geschrieben, die Demokratie in Deutschand „ist mir heilig“.
Und, „wer sie antastet, hat mich am Hals.“

Ich wünschte mir, er könnte das hier miterleben.

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„Gleichschaltung“ and where it failed: What kind of resistance against
this policy occurred within the German people, and where did the
Nazis fail to reach their goal of total coordination?
von Tobias Schepanek von GRIN Verlag (Broschiert – Juli 2007)
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11 Responses to “Freisler-Gehabe in der Redaktion?”


  1. 1 Prinzeisenherz4 28/10/2010 um 14:15

    Mal ein paar Worte in eigener Sache!
    … seit ich in diesem Forum Kommentare schreibe, nicht eine wurde gelöscht!, habe ich festgestellt, dass hier eine ganz andere Qualität herrscht wie bei WO. Natürlich hat WO zur Zeit die „Masse“ an der Angel, was sich dadurch auch zwangsläufig auf die Qualität niederschlägt. Schlimme Beleidigungen sind dort oft an der Tagesordnung, besonders nachts! Und gegen solche Auswüchse, hat auch kein vernünftiger Mensch etwas dagegen, wenn diese gelöscht werden.

    Zu mir,
    wie gesagt ist die Qualität diesbezüglich hier eine andere!
    Und ich hoffe, das sie auch erhalten bleibt.
    Die meisten Beiträge die man hier liest, entsprechen einer gewissen Fachqualität und Textsicherheit.
    Das beherrscht nicht jeder und kann es wohl auch nicht.
    Darum möchte ich zumindest von meiner Seite mal sagen, ich schreibe meine Beiträge so, wie sie aus meinem Verstand und meinem Herzen kommen! Und deswegen stehe ich auch dahinter!
    Deswegen bitte ich um Nachsicht, wenn das eine oder andere,
    mal nicht einer profihaften Formelierung oder Ausdrucksweise entspricht!

    • 2 Prinzeisenherz4 28/10/2010 um 15:08

      … mal eine Frage an JENE, die mehr Computerkenntnisse haben,
      als ich:
      Immer wieder entdecke ich später nach dem Abschicken des Beitrages, dass mal wieder das Fehlerteufelchen zugeschlagen hat, smile …
      Gibt es eine Möglichkeit bzw. eine Funktion mit der man anschließend noch Fehler berichtigen kann!
      Für einen Hinweis, wäre ich sehr dankbar!

  2. 3 Prinzeisenherz4 27/10/2010 um 19:21

    Zum Titel „Bundespräsident“ fällt mir noch eine vergangene Geschichte ein! Vielleicht kennt sie ja der eine oder andere noch nicht!
    Aber, wenn auch vergangen, also Schnee von gestern, ist der Tatbestand immer noch aktuell, denn er bleibt ewig! – er wurde jedoch nie geahndet!
    Der frühere Mannheimer Amtsgerichtdirektor Rudolf Deichner hatte es mit einer Anzeige versucht, war aber wie nicht anders zu erwartet, gescheitert!
    Zur Sache!
    In seinem kritischen Buch „Der Moloch“ schreibt „Karlheinz Dechner“ was er von Amerika hält!
    Auch den Deutschen hat er in diesem Buch einige Zeilen gewidmet!

    Zum Inhalt in gekürzter Fassung!
    Titel: Ein Deutscher Beitrag zum Vietnamkrieg.

    Durch diesen Krieg, der auch unter anderem biologisch und chemisch geführt worden war, sind z.B. laut vietnamesischer Angaben, durch sogenannte Entlaubungsmittel, Herbizide, 1963, 320.000 Hektar, 1964 schon 500.000 und 1965 bereits 700.000 Hektar Land zerstört worden. Und nicht nur das! Menschen und Tiere fielen diesem Chemiezauber ebenfalls massenhaft zum Opfer!

    Sie werden jetzt bestimmt fragen: „Was hat das mit einem Deutschen Bundespräsidenten zu tun? Etwas Geduld, Sie werden es gleich wissen … nämlich viel!

    Eines der bekanntesten Chemikalien, war der in den 60ziger Jahren von der USA entwickelte chemische Kampfstoff „Agent Orange“ Er wurde in solchen Mengen hergestellt, und angewendet, dass der US Chemiewaffenhersteller Dow Chemical, Midland, 1964 in Lieferschwierigkeiten kam!
    Aber wieso hat man Freunde! Besonders die Deutschen!
    Da sprang das Deutsche Unternehmen, der Chemiekonzern Ernst Boehringer, in Ingelheim, in die Bresche!
    An der Spitze dieses Unternehmens stand seinerzeit der spätere Präsident, des evangelischen Kirchentages, und ehemaliger Präsident der Bundesrepublick „Dr. Richard Weizsäcker. Keine wichtige Entscheidung fiel ohne ihn!

    Der deutsche Waffenproduzent half also dem amerikanischen Chemiewaffenhersteller Dow Chemical aus, und lieferte ihm ein modernes Verfahren zur Herstellung von Zutaten für den Kampfstoff „Agent Orange“.

    Und je mehr Boehringer-Gift auf Vietnam niederging, desto mehr stieg Boehringer in Ingelheim auf. Der Rubel rollte!
    – Solange der Vietnam Krieg andauert, sind keine Absatzschwierigkeiten zu erwarten, beschrieb man optimistisch die Lage der Firma -!
    In Übersee, bei Dow Chemical lobte man derweilen den großartigen Kooperationsgeist von Boehringer.

    Und so steht es inhaltlich in der Strafanzeige von Amtsgerichtsdirektor Rudolf Deichner, gegen Dr. Richard von Weizsäcker, im Dez. 1989.
    Vorwurf: Beteiligung an Völkermord und andere Straftaten!

    Tanker auf Tanker mit „Agent Orange“ wurde in den 60ziger Jahren ins Mekongdelta verschifft, Millionen von Gift, aus der Firma: C.H. Boehringer Sohn Weizsächer …
    Über Hinterindien, Vietnam, Laos, Kambotscha versprüht und verregnet! Über Dschungel, Obstplantagen, Reisfelder und Ackerland und hunderten von Dörfern.
    Allein von 1965 bis Mitte 1967 wurden Hunderttausende Menschen in diesen Ländern vergiftet! Außerdem, ein wirtschaftlicher Schaden an dem man HEUTE noch zu kauen hat.

    Auch im mittlerweile stillgelegten Chemiewerk C.H. Boehringer, in Hamburg-Billbrook, mussten damals einige Arbeiter ebenfalls dem Gift Tribut zollen! Es gab in der Fabrik des Todes mehr als 20 Selbstmorde unter den Mitarbeitern … und über 130 elendlich an Krebs und Leukemie Verstorbene – noch bis zum Juli 1990.
    Aber! wer will das heute noch wissen! Die wenigsten, viele wissen es noch nicht mal!

    Jetzt aber bitte nicht den Satz, ja weißt du denn nicht, dass war doch immer schon so und wird auch immer so bleiben! Hauptsache der Rubel rollt!
    Freunde, mit solchen Sätzen kommen wir nicht weiter!
    Wünsche euch noch einen schönen Abend!
    Prinzeisenherz

    • 4 Prinzeisenherz4 27/10/2010 um 22:57

      Noch ein kurzer Nachtrag zu meinem Kommentar!
      Dieser von mir geschriebene Kommentar, hat natürlich nichts mit WO Löschorgien zu tun!
      Ich brachte den Beitrag nur, weil er mich bei dem Bild – siehe oben – das mit unserem jetzigen Bundespräsidenten, an diese Geschichte erinnerte. Und ich wollte euch einfach diese üble Geschichte nicht vorenthalten! Also, nichts für ungut.

      Zum Schluss noch ein Zitat von BERTHOLT BRECHT, was gut zu allem Schlamassel in unserem Land, derzeit passt!

      Es gibt viele Arten zu töten …!
      Man kann einem das Messer in den Bauch stechen,
      einem Brot und Wasser entziehen,
      einen von der Krankheit nicht heilen,
      einen in eine schlechte Wohnung stecken,
      einen durch Arbeit zu Tode schinden,
      einen zum Selbstmord treiben, einen in den Krieg führen usw.!
      Nur wenig davon ist in unserem Staat verboten.

      Bertholt Brecht
      1898 – 1956
      (Anmerkung)
      Wenn er wüsste, was nach seinem Tode so noch alles wahr geworden ist, er würde aus dem Grab kommen!

      • 5 DanielCharell 28/10/2010 um 00:33

        Ja, und auch Worte können töten. Oder das Töten von Worten kann töten. Das Töten von Meinungsfreiheit kann töten. Das Töten der Meinungsfreiheit tötet die Gedankenfreiheit, und dies ist der Beginn des Tötens der Menschenfreiheit. Gruss, DC

  3. 6 Eberhardt 17/10/2010 um 19:20

    Hallo,

    dass auf Welt Online wie besessen gelöscht wird, habe ich auch regelmäßig erfahren dürfen. Ich würde sagen, von meinen Beiträgen, bleibt so ca ein Viertel nur stehen, obwohl es nicht meine Art ist, mich mit bloßen Beschimpfungen oder ähnlichem zu äussern.

    Das Löschen ist aber beileibe keine Welt-Spezialität, das ist ja bei unserer ganzen Journaille übliche Praxis. Andere bieten ja gar keine Kommentarfunktion (z.B. unsere Öffentlich-Rechtlichen GEZ-Institutionen sind da ganz rigoros bürgerfern)! So sind die Realitäten in unserer Medien-Republik. Wäre ja noch schöner, wenn der Bürger allzusehr seine Meinung kundtun dürfte! Aber dann doch schön scheinheilig einen Artikel verbreiten, über den Wunsch der Bürger über mehr Mitwirkung in der Politik. Putzig.

    Aber eines muß ich doch sagen, wenn ich auch Ihrer Meinung meist beipflichte, muss ich doch sagen, das Wort der „flegelhaften Montage“ des Focus finde ich nicht angemessen. Freche Titelbilder gehören zu unserem Presseleben dazu, das kann ich auch akzeptieren, wenn es denn ausgewogen zugeht.

    Aber genau das ist ja die Krux unseres Medien-Zirkus, der ja in seiner politisch-korrekten Linientreue doch ein sehr einseitiges Bild abgibt. Da muss ich sagen, dass doch wenigstens der Focus sehr oft wohltuend heraussticht aus diesem linkslastigen Einerlei! Dass die Welt ja auch bedingungslos Multi-Kulti (jetzt nach Sarrazin) an den Mann bringen möchte, ist ja schon bedenklich, galt Springer ja mal als (eines der wenigen) konservativen Häuser!

    Denn die Sehnsucht nach der „bunten Republik“ kommt ja nicht nur aus der Poltik, sondern vornehmlich aus einer 68er-regierten Medienlandschaft. Und es ist schon eine Ironie des Zeitenlaufes, dass ausgerechnet linkes Multi-Kulti-Gedankengut von der Konzentration der Medienkonzerne profitiert! Und hier liegt auch das Problem der Politik, ein kritischer Politiker würde sofort von einer linken Presse ausgehebelt! Beispiele gab es genug! Darum hatte ein CDU-Kanzler es auch immer schwerer als SPD-Mann! Daher der Links-Rutsch der CDU in heutigen Tagen!

    Darum finde ich den Focus oft so wohltuend, weil er eben auch mal Stimmen veröffentlicht, die eben nicht dem PC-Einerlei entspringen. Journalismus ist ja leider zu einer Gesinnungs-Hurerei verkoommen wie es in der DDR nicht besser sein konnte! Und unter diesem Aspekt finde ich die politisch unkorrekte Montage unseres bunten Präsidenten so positiv. Ich kann mir nicht helfen.

    In dem Zusammenhang sei auch ein sehr guter Artikel des Focus-Autors Michael Klonovske empfohlen, wenn es erlaubt ist:

    http://www.focus.de/magazin/archiv/debatte-nation-familie-sprache_aid_553530.html

    Wie ich finde, eine richtige Anleitung für alle, die sich in diesem Land anders postieren wollen!

    Ansonsten hoffe ich, dass meine Worte hier willkommen sind. Gutes Gelingen in Ihrem Blog weiterhin, gut dass Sie das machen und kommentieren Sie auch bei Welt weiter! Manchmal hilft es, die Beiträge einfach ein zweites Mal einzustellen.

    Alles Gute, ich seh wieder vorbei!

    • 7 DanielCharell 17/10/2010 um 19:45

      Danke Eberhardt, Ihren ausführlichen Text und teils Zustandsbeschreibung finde ich sehr wichtig. Vor allem, dass er HIER steht, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, und Ihre Gedanken hier veröffentlichen. Neben den anderen Kommentaren gibt das diesem Blog eine Qualität. Und durch eine solche Qualität, kann die Idee dieses Blogs vielleicht sogar Gewicht bekommen, mehr Gewicht als WELT womöglich lieb ist.
      Da fällt mir ein: Sammeln Sie doch mal Ihre Kommentare, und stellen dann hier über die Kommentarfunktion auch alle Texte rein, die man Ihnen weggelöscht hat. Das könnten alle Betroffenen tun.
      Thanks für den Link zum Focus-Artikel. Lese ich mir durch.

      Abschließend zu Ihrer Eingangsbemerkung mit der „flegelhaften Montage“. Das sehe ich genauso wie Sie das schreiben. – Ich „musste“ aber zu einer etwas kecken Formulierung greifen. Es war sozusagen ein Kniff, um des Effektes willen, weil es galt, die andere Beschreibung, nämlich des „süffisanten Kommentar“ als umso harmloser dagegen zusetzen. Was ja letztlich auch zutrifft, aber es sollte beim Lesen möglichst fließend sinnfällig werden. Um klar zu machen, dass es nicht logisch ist, dass WELT zwar selbst eine „freche“ Fotomontage des Staatsoberhauptes über den eigenen Artikel stellt, aber einen lediglich kessen einzeiligen Kommentar geradezu willkürlich löscht. Naja, und „flegelhaft“ klingt ja sogar noch irgendwie nett, in Richtung „lausbübisch“, Ludwig Thoma etc.

  4. 8 -D- geht unter 17/10/2010 um 18:48

    Hallo Daniel,

    ich wollte erst an ein Versehen glauben.
    Aber mittlerweile muss ich feststellen, daß bei Welt Online systematisch Kommentare gelöscht werden.
    Leider ist dies kein Einzelfall, sondern die Regel.
    Man beachte nur die Anzahl der Kommentare, wie sie sich sprunghaft vermindern.

    Ich habe eine Reihe meiner Kommentare wiederholt.
    Und dies auch in der Wiederholung vermerkt, daß der Kommentar gelöscht wurde.
    Mitunter hat da scheinbar jemand nicht aufgepasst und es bleibt ein Kommentar mit allen Hinweisen zu Löschaktionen stehen.

    Meinungsfreiheit sieht anders aus.

    • 9 DanielCharell 17/10/2010 um 19:08

      Es ist so wie Du es beschrieben hast. Bei den sensiblen Artikeln werden etwa 80%/90% gelöscht. WELT ONLINE beobachtet nicht nur den Traffic genau, sondern auch die IP´s. Du kannst also auch als Gast mit diversen Pseudonymen einloggen, sie finden alles, was Du verfasst hat über Deine IP, solange diese gleichbleibt. – Ein ziemlicher Aufwand zur Zensur, nicht wahr. Und wenn man sich die gelöschten Sachen anschaut, dann erkennt man, das wenigstens 3/4 jener 80% Löschungen in keinster Weise rassistisch, extremistisch, hassanstiftend, beleidigend, sexistisch oder dergl. sind. Es sind einfach Zeilen, die passen nicht in eine momentane redaktionelle Linie bzw. politisch Strategie. Und das ist Meinungsunterdrückung. Dann sollten sie gar nicht erst nach „Meinungen“ fragen. Wie ich schrieb, sie MISSBRAUCHEN auf diese Weise sogar die USER, weil sie diese zum Schreiben verführen im Schutze der Kommentarplattform, und aus dem erlangten Kommentarmaterial dann ein ganz neues Gesamtbild zusammenschustern. Das ist schäbig. Und gefährlich! IMHO

      P.S.: Es würde nicht wundern, wenn verschiedene Institutionen allerdings SÄMTLICHE Kommentare analysieren, Tendenzen, auch wiederkehrende User filtern, sortieren usw. und sich empirische Bilder aus den Beiträgen entwickeln. Womöglich auch bereichert mit mancherlei Crossreferenzen, soweit verfügbar. Das ist – sagen wir mal so – spannender als Emnid. – Auch für die etwaige Politiker/Kontakte, die dann vielleicht die Auswertungen „zugesteckt“ bekommen.

  5. 10 Axel_der_Erste 17/10/2010 um 17:51

    …Welt ist zwar etwas anspruchsvoller als das Revolverblatt BILD, doch beide gehören dem Springer Verlag – von meinen gesamten Kommentaren wurden etwa 2/3 gelöscht, obwohl ich sicherlich der Letzte bin, gegen die AGB`s zu verstossen. Mach Dir nichts draus!


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