Archiv für 21. Oktober 2010

Springer AG Willkürherrschaft?

WELT-Online Artikel:
Wulff benennt unverblümt die Defizite der Türkei
Dazu 3 Kommentare von DanielCharell, alle von WELT-Online gelöscht.

Kann irgendjemand an diesen Kommentaren etwas Rassistisches oder Gewaltverbreitendes entdecken? Was bezweckt WELT Online mit dem Löschen solcher Kommentare? Zensur und Macht gepaart mit der willkürlichen Ausübung dieser Macht nennt man in Deutscher Sprache übrigens WILLKÜRHERRSCHAFT.

19.10.2010, 23:35 Uhr
Komisch, wenn Deutsche in der Türkei über Religionsfreiheit sprechen, dann gehört dazu Courage und Mut. – Wenn Islamvertreter in Deutschland dasselbe tun, sind es selbstverständliche „Forderungen“.
P.S.: Meine Meinung: Wenn man Wulff vorhält, mit seiner „Islam-Rede“ zu weit gegangen, dann gilt das ebenso auch andersherum. – Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Aber das Christentum gehört genausowenig zur Türkei. –
Und man wird sich dies am Bosperus letztlich ähnlich verbitten wollen, wie die Mehrheit der Menschen in Deutschland mit Blick auf den Islam. – Das Christentum sollte natürlich Rechte IN (!) der Türkei haben, es gehört aber nicht als integraler Bestandteil ZUR (!) Türkei.
P.S.P.S.: Hat Wulff das Wort „Bringschuld“ wirklich benutzt, oder hat das der Redakteur so „zusammengefasst“?
 
19.10.2010, 23:25 Uhr
„Wulffs Plädoyer für Religionsfreiheit war mutig,“ heisst es in dem Artikel.
Wieso „mutig“. Wieso gehört zum Aussprechen von Menschenrechten „Mut“? Wieso gehört zum Formulieren von Selbstverständlichkeiten „Mut“?
Ist es nicht eher so, dass diese Formulierung im Umkehrschluss bestätigt, dass in der Türkei die grundlegenden UN-Menschenrechte noch nicht wirklich angekommen sind, weil nämlich „Mut“ dazugehört, solche Rechte in der Türkei überhaupt anzusprechen.
Ich meine: Solange es „Mut“ erfordert, in der Türkei über Grundrechte zu sprechen, ist das Land noch nicht bereit für die EU. – Das gilt übrigens für jedes Land. Nicht nur die Türkei.

19.10.2010,  23:47 Uhr
Mal ernstlich: Was User „Alexej Kazabov“ sagt um 19.10.2010,  23:34 Uhr – ist auch ein wichtiger Aspekt.
Da einfach die Daumen runter zu machen ist unverständlich. Wer den radikalen ISLAM ablehnt, weil er oppresive und hegemonialistische Mechanismen hat, der sollte auch demokratisch genug eingestellt sein, die teils sogar genozide Vertreibung von muslimischen Ethnien, ebenso zu verurteilen. Man kann nicht gegen das eine predigen und es dann unter anderen Voraussetzungen zulassen oder tolerieren wollen. Das geht auch nicht.
 
Nochmals die Frage von weiter oben: Was bezweckt WELT Online mit dem Löschen solcher Kommentare? Zensur und Macht gepaart mit der willkürlichen Ausübung dieser Macht nennt man in Deutscher Sprache übrigens WILLKÜRHERRSCHAFT.
 
Vielleicht hilft uns weiter zu wissen, was oberste Chef von WELT und WELT-Online über willkürliche Zensur denkt.
Mathias Döpfner, der Vorstandschef der Axel Springer AG, in eigenen Worten (22.09.2010, Zeit-Matinee):
„Die Freiheit ist der höchste Wert, dem die Axel Springer AG verpflichtet ist. Das gilt für alle Publikationen, für Print und Online, im Ausland wie in Deutschland.“

Döpfner stellte desweiteren klar: „Länder, in denen Zensur ausgeübt wird, sind für uns keine Märkte“.

Mit Blick auf die Aktivität der ZENSOREN bei WELT Online, müssste die Axel Springer AG demnach ihre Aktivitäten in der Bundesrepublik Deutschland einstellen

Heuchelt Mathias Döpfner?

Heuchelt Mathias Döpfner oder kennt er die eigenen ZENSOREN nicht?
Die Jagd der Zensoren bei WELT Online auf missliebige Kommentare beziehungsweise auf Leser-Beiträge, die dem eigenen politischen Kalkül nicht linengetreu erscheinen, diese JAGD und dieser BRUCH der Freiheitsrechte BEISST sich mit den Vorgaben des eigenen obersten Chefs.

Mathias Döpfner, der Vorstandschef der Axel Springer AG, in eigenen Worten:
„Die Freiheit ist der höchste Wert, dem die Axel Springer AG verpflichtet ist. Das gilt für alle Publikationen, für Print und Online, im Ausland wie in Deutschland.“

Dies versicherte Mathias Döpfner bei der „Zeit-Matinee“, live am 22.09.2009, in den ausverkauften Hamburger Kammerspielen.
Wesentliches Bestandteil einer erfolgreichen Zeitung sei desweiteren eine „klare Haltung“. Dabei dürften, so der oberte Springer-Chef, sich Leser ruhig gelegentlich an der publizierten Meinung reiben.  Döpfner stellte desweiteren klar: „Länder, in denen Zensur ausgeübt wird, sind für uns keine Märkte“.

Mit Blick auf die Aktivität der ZENSOREN bei WELT Online, müssste die Axel Springer AG demnach ihre Aktivitäten in der Bundesrepublik Deutschland einstellen.

Screenshot aus der Original WELT-Online Seite vom 22.09.2009

Die Frage stellt sich: Hat Döpfner hier nur „heisse Luft“ geredet oder sind ihm die Willkür-Löschorgien seiner Mitarbeiter bei WELT Online gar nicht bekannt? Falls er um die freiheitsrechtswidrige Zensur im eigenen Hause weiss, und nichts dagegen unternimmt, dann heuchelt er mit seinem obigen Bekenntnis. Falls er davon jedoch keinerlei Kenntnis hat, dann sollte es ihm so schnell wie möglich mitgeteilt werden.

Siehe: 22.11.2009 – Springer Chef Mathias Döpfner im Gespräch


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